Der Anti-Terror-Shooter «Counter-Strike» erhitzt schon seit einiger Zeit die Gemüter der Jugendschutz-Behörden.
Dies kümmert englische Hardcore-Zocker wenig. Im Gegenteil: Ihnen scheint das kollektive Internet-Geballere langweilig geworden zu sein. Statt aber auf gewaltfreiere Games wie beispielsweise «Die Sims» zu setzen, mietet man für zwei Monate den Birminghamer Flughafen «Fradley Airfield», um «Counter-Strike» eins zu eins in der Realität nachzuspielen.
Dabei wird die Karte «de_dust» mittels Holzfaserplatten nachgebildet. Die Anzüge der Hobby-Soldaten sollen jenen der Spielfiguren entsprechen und geschossen wird mit Paintball-Gewehren.
Im Projekt «Playdust», das ab August beginnt, werden zwei Gruppen gegeneinander antreten. Die Terroristen-Gruppe versucht eine Farbbombe zu platzieren, die Anti-Terror-Gruppe muss dies verhindern. Während 20 Minuten pro Partie werden sich gestandene PC-Fragger für einmal von Tastatur und Maus lösen, um sich mit Farbe zu bekriegen.
Wer 14 ist, darf sich unter die bunte Gesellschaft mischen. Voraussetzung: Mami und Papi sind in der Nähe.
Während Paintball in vielen Ländern zum politischen Zankapfel avanciert, gehört es bei den Engländern schon fast zum guten Ton, sich Freizeit-Gefechte zu liefern.
So wird gemunkelt, dass sogar Prinz Charles und seine Sprösslinge sich regelmässig Farbgeschosse um die Ohren ballern.